The Catlins: Von Curio Bay nach Fortrose

Nach einem ausgiebigen Frühstück verlassen wir unseren Campingplatz und fahren zu einer weiter westlich gelegenen Landzunge, die von den wunderschönen Buchten "Curio Bay" und "Porpoise Bay" gesäumt wird.

Den dortigen "Curio Bay Holiday Park" erreichen wir gegen Mittag. Auf dem etwas in die Jahre gekommenen Campingplatz suchen wir uns eine durch Flachs-Büsche windgeschützte kuschelige Stelle für unseren Camper (Kostenpunkt 32 NZ$ für alle inkl. Strom).

Mich zieht es sofort in die Porpoise Bay, in der sich gerade einige Hector Delphine tummeln. Um den faszinierenden Tieren noch etwas näher zu sein, stürze ich mich (mit einigen anderen Verrückten) bei windigen 14 Grad mit einem Bikini bekleidet in das doch recht raue Meer. Mein Einsatz wird kurze Zeit später tatsächlich belohnt, als ich von einigen Delphinen neugierig angestuppst werde. Was für ein unvergessliches Erlebnis! Überglücklich verlasse ich frösteln das eisige Wasser und wärme mich mit einer heißen Dusche und einem Ingwer-Tee wieder auf - so kalt war´s mir echt noch nie!

Nachmittags gräbt Jakob den Strand der Porpoise Bay um, während ich immer mal wieder einen Blick auf die mit den Wellen surfenden Delphine erhasche. Gerne hätte ich mir in der angepriesenen "Catlins Surf School" Neoprenanzug und Surfbrett geliehen und mich noch einmal zusammen mit den Delphinen in die Wellen gestürzt, doch die Schule musste aufgrund einer starken Rückenverletzung des Inhabers leider geschlossen bleiben.

„Eigentlich wollten wir bis nach Invercargill weiter fahren, allerdings überzeugt uns ein quengelnder Jakob, der auf der anderen Straßenseite einen Spielplatz gesichtet hat, doch noch eine weitere Nacht in den Catlins zu verbringen.“

Am nächsten Morgen bewundern wir die in der "Curio Bay" liegenden fossilen Baumstämme aus dem Jura. Diese wurden vor 180 Millionen (!) Jahren durch einen Vulkanausbruch und die anschließende Schlammlawine versteinert und können vier Stunden vor bis vier Stunden nach Ebbe in der Bucht beobachtet werden.

Weiter geht es über eine weitere Schottenpiste zum "Slope Point". Der Besuch des südlichsten Punktes der Südinsel gestaltet sich für uns als extrem windige Exkursion (wir sehen sogar Familien, die ihre Kinder an Leinen gesichert zum Aussichtspunkt führen!!). Mit Jakob in der Trage kämpfen wir uns auf einem 20-minütigen eher unspektakulären Weg durch das Farmland zu dem Aussichtspunkt. Dafür werden wir mit einem tollen Ausblick auf das Meer belohnt.

Den nächsten Abstecher machen wir am "Waipapa Point Lighthouse". Der historische Leuchtturm wurde 1884, drei Jahre nach dem Untergang der SS Tararua, gebaut. Eine Infotafel berichtet von dem Schiffsunglück, bei welchem 131 Menschen ums Leben kamen. Als wir den Weg zurück zu unserem Camper entlang der Bucht nehmen, entdecken wir einen imposanten Seelöwen, der sich in der Sonne aalt.

Über die Küstenstraße geht es anschließend zu unserem letzten Stopp in den Catlins. Diesen machen wir spontan auf dem Freedom Campingplatz in Fortrose. Eigentlich wollten wir bis nach Invercargill weiter fahren, allerdings überzeugt uns ein quengelnder Jakob, der auf der anderen Straßenseite einen Spielplatz gesichtet hat, doch noch eine weitere Nacht in den Catlins zu verbringen.

Für unseren spontanen Entschluss werden wir mit einem sonnigen und windstillen letzten Abend in den Catlins belohnt wodurch wir unser Abendessen sogar draußen sitzend genießen können.

Unser Fazit für die Catlins: 1. Die schönsten Plätze verbergen sich oftmals am Ende der schlechtesten Straße 2. Wer nicht auf sommerliches Wetter mit warmen Temperaturen und ständige Erreichbarkeit erpicht ist (wir hatten oft Probleme mit dem Netz), sollte die atemberaubende Landschaft der Catlins auf gar keinen Fall verpassen.

Tags: Curio Bay, Catlins, New Zealand, Neuseeland

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