Hoch zu Ross - Auf den Spuren der alten Goldgräber

Für den heutigen Tag habe ich mir einen ganz besonderen Ausflug durch die Berge gebucht: Einen 3,5 stündigen, geführten Ausritt in eine alte Goldgräberregion.

Meine beiden Männer bringen mich zum Anbieter dieser Tour: THE CARDRONA EXPERIENCE. Die Einfahrt zu der Farm ist wirklich nicht schwer zu finden, da sie mit unzähligen von an einem Zaun hängenden BH´s geschmückt ist - ein gelungener Spendenaufruf für die Brustkrebshilfe.

Auf der Pferdefarm angekommen werden wir sehr herzlich von Besitzerin und Guide Kelly in Empfang genommen. Jakob ist zuerst weniger von den Pferden als von den Quads (die ebenfalls auf der Farm stehen und für Touren angeboten werden) begeistert und möchte gleich auf einem sitzen ("Papa, DAAA kommt der Sprit rein!", weiß er von Thailand noch Bescheid.). Nach ein paar Formalitäten werden wir (eine Gruppe 6 sehr unterschiedlich erfahrener Reiter) den draußen wartenden Pferden zugeteilt und mit Reithelmen versorgt. Ich darf auf der einzigen Lady und dem einzig gescheckten Pferd Namens Morgan reiten.

Hoch zu Ross verabschiede schreiten von unserem Guide angeführt im gemütlichen Schritt entlang des Cardrona Rivers rauf in die Berge. Auf dem Weg nach oben erzählt Kelly uns Geschichten über die alte Goldgräberregion und die im Tal gelegene Whiskey-Destillerie. Beeindruckt von den Goldfunden vergangener Zeiten komme ich mir ein bisschen wie in einem Winnetou-Film vor.

Während wir auf dem Pferderücken trabender Weise weiter nach oben reiten, verändert sich das Merino-Schaf-Farmland in ein schroffes Fels- und Grasbüschel-Land. Oben angekommen fühle ich mich wie „on top of the world in the middle of nowhere“ und genieße die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge der Crown- und Pisa-Region.

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Weiter hinab geht es im Galopp durch die Natur zu einem Zwischenstopp am Cardona Hotel. Dort gönne ich mir erneut (diesmal mit den anderen Reitern und nicht mit meinen Männern) ein kaltes Getränk in dem wunderschönen Garten des Restaurants.

Morgan bekommt derweil vor dem Hotel eine kleine Verschnaufpause. Zurück führt uns der Trail durch und entlang eines Flussbettes. Gegen 16 Uhr erreichen wir wieder die Farm, den Ausgangspunkt des Ritts. Von den ganzen Eindrücken geplättet freue ich mich sehr auf einen entspannten Abend mit meinen beiden Liebsten.

Resümee: Kelly bedient jede Gangart, sodass sie dadurch nicht nur Anfängern, sondern auch den fortgeschrittenen Reitern gerecht wird. Die wirklich sehr gut geschulten Pferde und die sicheren Sattel (an welchen für Anfänger extra noch eine „monkey line“ zum Festhalten befestigt ist) sorgen für den nötigen Komfort. Ein unvergesslicher Tag, der zu meinen persönlichen Highlights zählt.

Tags: Reiten, Wanaka, Cardrona, New Zealand, Neuseeland

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