Happy go lucky - When a dream comes true!

Im Örtchen Kaikoura überlegen wir: Wale oder Delphine? Beides ist ziemlich teuer und reißt ein Loch in die Reisekasse. Schnell stellt sich heraus, dass die Touren erst ab drei Jahren möglich sind. Klar ist also: Das kann - wenn überhaupt - nur einer von uns beiden machen.

Mit Delphinen schwimmen - definitiv ein Punkt auf meiner Bucket List. Ich meine, wann kann man schon mit Delfinen schwimmen? In freier Wildbahn? Genau darum überlässt Hagen mir die Gelegenheit, dieses einmalige Erlebnis zu buchen.

Soweit der Plan. Meine Euphorie wird allerdings sofort gebremst, als die nette Dame am Counter uns mitteilt, dass die Termine für das Delphinschwimmen über zwei Monate hinweg ausgebucht sind (Ja ja, die naive deutsche Touristin :-) ). Ist ja auch alles verständlich, denn es dürfen immer nur 12 Leute gleichzeitig ins Wasser, damit niemand in die ewigen Meeresgründe verschwindet.

Ein kleiner Lichtblick ist die Option der Warteliste (immerhin...besser als nichts, denke ich). Ich bringe ein letztes Mal zum Ausdruck, wie sehr ich diese Tour machen möchte, hinterlasse meine Telefonnummer, hake dieses Abenteuer für mich ab und hoffe dennoch insgeheim auf einen Anruf.

Und siehe da: Gegen 11:30 Uhr am nächsten Vormittag klingelt mein Telefon. Es hat geklappt: Auf dem Boot um 12:30 Uhr ist ein Platz für mich frei geworden. Schnell packen wir alles zusammen und fahren zum Dolphin Encounter, dem Treffpunkt für besagte Tour und neben Whale Watching die Attraktion schlechthin in Kaikoura und Umgebung.

Ausgerüstet mit Schnorchelequipment und Neoprenanzug geht es bei perfekten Bedingungen (warme Temperaturen, Sonnenschein und klare Sicht) hinaus auf den Pazifik. Bei der Suche nach Delphinen verlässt sich der Anbieter übrigens ausschließlich auf die Sehkraft der Angestellten – die Tiere werden weder mit Futter angelockt noch per Sonar geortet.

„Sie schwimmen mit mir im Kreis, tauchen mit mir und sehen dabei aus, als würden sie lächeln.“

Nach etwa 30 Minuten sichten wir einen Pottwal, der uns mit einem Flossenschlag begrüßt. Kurze Zeit später werden wir von einer Horde verspielter Schwarzdelphine begleitet. Ich sitze startbereit am Heck des Bootes, presse die Taucherbrille ein letztes Mal gegen mein Gesicht und warte auf das Signal, dass es mir und den anderen erlaubt, sich ins Wasser zu stürzen. Im Wasser mache ich mich dann regelrecht zum Affen. Ich schwimme im Kreis, tauche immer wieder unter und singe und fiepe vor mich hin.

Und dann: Gänsehaut. Ich Blicke durch meine Brille ins Meer. Ich bin umringt von Delphinen. Sie sind so nah, dass sogar kleine Kratzer auf ihrer Haut mit der typischen grau-weißen Musterung zu sehen sind. Sie schwimmen mit mir im Kreis, tauchen mit mir und sehen dabei aus, als würden sie lächeln. Ein Delphin begleitet mich sogar eine ganze Weile und sieht mich immer wieder an. Das Signal ertönt und ich tauche ein letztes Mal zu dem lieb gewonnen Kameraden ab. Zurück an Board strahle ich wie ein Honigkuchenpferd und bin immer noch so ergriffen von dem Spiel mit den anmutigen Tieren, dass ich Tränen in den Augen habe. So, so, so schön.

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Kaum hat das Boot Gas gegeben, surfen die friedvollen Delphine die Bugwelle ab und bieten uns ein akrobatisches Schauspiel (Luftsprünge in rasender Geschwindigkeit, Drehungen, Rollen, Salti). Ein zweites Mal begegnen wir den eher rar gesichteten Pottwalen, die uns interessiert aus dem Wasser beobachten. Das scheint so selten zu sein, dass selbst der Skipper und die ganze Crew ihre Handys zücken und Fotos schießen.

Völlig hingerissen von der wunderschönen Atmosphäre und der unbeschwerten Ausstrahlung der Meeressäuger laufe ich Hagen und Jakob mit einem breiten Grinsen in die Arme. Zu gerne hätte ich die letzten Stunden gemeinsam mit den Beiden erlebt und meine Emotionen geteilt. Noch heute sehe ich diese unfassbar schönen Bilder meines ganz persönlichen Highlights immer und immer wieder vor Augen.

Tags: Dolphin Encounter, Delfine, Kaikoura, South Island, New Zealand, Neuseeland

Kommentare (2)

  • Markus

    Ein mega Gefühl! Ich hatte die selbe Situation zuletzt auf Kuba. Einfach tolle Tiere

  • Bianca

    So rührend die Geschichte. Ich habe Gänsehaut und Tränen in den Augen. ♡ <3

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