Papaa ... ein Fugzeug!!

Es ist vollbracht! Nach Monaten des Planens und vor allem des "Pläne-wieder-umwerfens" sind wir nach einem langen Flug heute morgen in Bangkok gelandet. Jetzt liegen wir nach einer recht anstrengenden Nacht und einem ereignisreichen Tag ziemlich platt im Bett und es findet sich Zeit für eine kurze Rückschau:

Wir werden am Abend zuvor von Bines Eltern zum Flughafen nach Frankfurt gebracht und mit einem letzten gemeinsamen Drink verabschiedet.

Vor dem langen Flug mit Jakob habe ich persönlich den größten Bammel. Jakob ist zwar schon einmal mit Bine in die Schweiz geflogen, aber so ein Langstreckenflug ist ja doch noch mal eine andere Nummer. Was haben wir vorher hin und her überlegt: Mit eigenem Sitzplatz oder besser auf unserem Schoß, mit speziellen Sitzgurtsystemen oder ohne. Was gibt es zu essen? Ist die Klimaanlage ein Problem? Was nehmen wir an Spielzeug mit? Welche Plätze sind besser, welche weniger gut geeignet? Da Jakob mit seinen zwei Jahren schon zu groß und zu alt für die flugzeuginternen Babycarrier ist, kam das ohnehin nicht mehr in Betracht. Schließlich haben wir uns für einen eigenen Sitzplatz entschieden - 11 Stunden mit 12 Kilo Jakob auf den Beinen konnte ich mir dann doch nicht vorstellen.

Gebucht haben wir einen direkten Abendflug mit Thai-Airways, weil wir Jakob die Strapazen eines Umstieges erparen (und wir dem Jetlag ein Schnippchen schlagen) wollten - was wäre, wenn er kurz vor dem Umsteigen gerade erst einschlafen würde? Das Thema "Schlaf" hat uns die letzten zwei Jahre ja schließlich sehr intensiv begleitet...

Von lieben Freunden haben wir den Tipp bekommen, ein kleines Nackenhörnchen einzupacken. Andere erzählten uns, dass sie ihre Kinder immer auf dem Boden in Decken eingewickelt schlafen lassen - und die Stewardessen dann meistens ein Auge zudrücken. Wir haben irgendwann entschieden, die Rahmenbedingungen so gut wie möglich abzustecken und dann mal zu sehen, was Jakob so anbietet.

Wir sind  rechtzeitig am Flughafen, um Jakob schon mal ein paar Flugzeuge zu zeigen. Er ist schwer begeistert von den großen Maschinen! Kurz nach dem Start wird natürlich erst mal das Flugzeug genauer inspiziert. Bald kommt auch schon das Abendessen - ein Kids-Menue - welches Jakob wirklich gut schmeckt. Danach bespielen wir Jakob abwechselnd oder gemeinsam: Es wird gelesen, gebaut und gemalt. Das Kinderprogramm des Vordersitzes interessiert erwartungsgemäß nicht so wirklich, dafür finden Kopfhöhrer und Kopfhöhrereingang Jakobs volle Aufmerksamkeit: Es wird gesteckt, was das Zeug hält.

„Wir versuchen zwar, alles so gemütlich wie möglich zu gestalten, aber es soll einfach nicht sein. Schließlich nimmt Sabine Jakob auf den Arm, wo er nach einiger Zeit auch friedlich einschlummert.“

Nach gut zwei Stunden macht sich dann langsam aber sicher der lange Tag bei unserem kleinen Räuber bemerkbar. Nur leider gelingt es Jakob nicht, eine geeigente Schlafposition zu finden. Auch besagtes Nackenkissen kann keine Abhilfe schaffen. Wir versuchen zwar, alles so gemütlich wie möglich zu gestalten, aber es soll einfach nicht sein. Schließlich nimmt Sabine Jakob auf den Arm, wo er nach einiger Zeit auch friedlich einschlummert. Für Sabine und mich ist also abzusehen, dass wir so viel Schlaf nicht bekommen werden.

Jakob wird in der Nacht einige Male kurz wach, lässt sich aber immer wieder recht gut beruhigen. Wir versuchen ihn auch ein Mal in ein selbstgebautes Nest vor uns auf den Boden zu legen. So zwischen unseren Füssen zu liegen ist für ihn aber doch zu ungewohnt - er möchte wieder zu uns hoch. Den Rest der Nacht verbringt Jakob also zur Häflte auf Sabine, zur Hälfte auf seinem Platz.

Eine Stunde vor der Landung wird das Frühstück serviert. Jakob kommt langsam zu sich und hat anschließend guten Appetit. Als wir aus der Maschine aussteigen, erwartet uns die drückende und schwüle Luft, die man von Bangkok kennt - und natürlich um die 30 Grad am Morgen. Jakob scheint das Ganze nicht so zu beeindrucken: Er ist ganz munter und gut aufgelegt. Am Flughafen schnappen wir unsere Koffer, und ab zur Imigration. Dort kommt direkt eine freundliche Mitarbeiterin auf uns zu und schleust uns samt Kind an allen anderen Wartenden vorbei. Natürlich möchte Sie dann noch ganz schnell ein Handy-Bild von ihr und Jakob schießen, was Jakob aber sehr gerne zulässt. Die Fahrt nach Bangkok dauert noch mal eine gute Stunde. Gegen Mittag kommen wir dann endlich im Hotel an.

Telefonieren
Noch kurz verabschieden
Familie auf Reisen
Oma und Opa
Opa
Flugzeug
Guten Appetit!
Abkuehlung
Noch kurz etwas essen

Jakob wird im Hotel ganz besonders freundlich empfangen. Wir ziehen uns erst einmal in unser Zimmer zurück, auch um uns frisch zu machen. Danach erkunden wir unser Hotel samt Pool. Jakob ist schwer begeistert. Für den ersten Tag ist das dann doch genug, beschließen wir. Gegenüber des Hotels ist ein kleines Restaurant. Hier essen wir noch eine Kleinigkeit, bevor es zufrieden aber sehr müde ins Bett geht.

Der Flug war im Nachhinein nicht ganz so entspannt, wie erhofft, aber auch keine Katastrophe. Jakob hat insgesamt recht gut geschlafen, wir nicht so. Das haben wir aber in den letzten zwei Jahren daheim oft genug genauso erlebt.

Unser Ziel, den Start der Reise vor allem für Jakob angenehm zu gestalten, haben wir erst einmal erreicht. Wie sich zeigen wird, schläft Jakob die folgende Nacht auch sehr gut - von Jetlag also bei ihm keine Spur. So kann es weiter gehen!

Tags: Ankunft, Bangkok

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